Die Landes-Leitstelle der Polizei von Nordrhein-Westfalen – die derzeit provisorisch in Neuss untergebracht ist – wird zum Ende des Jahres 2012 ihren Dienst in Duisburg aufnehmen. Dafür und für weitere Einrichtungen der Polizei wird das Land Nordrhein-Westfalen einen weiteren Neubau am Innenhafen errichten.
Das Hauptgebäude der LZPD in Duisburg stammt aus dem Jahr 2002. Der zweite Neubau wird dann zwischen dem ebenfalls am Innenhafen geplanten Landesarchiv NRW und der Hitachi-Europa-Zentrale entstehen. Dies hat die NRZ aus gut unterrichteten Kreisen erfahren.
Spätestens im Frühjahr 2011 soll der erste Spatenstich für den Millionen-Neubau gesetzt werden. Auf einer Fläche von 12.000 Quadratmeter soll dann Raum für gut 400 Beschäftigte des „Landesamts für Zentrale Polizeitechnische Dienste“ (LZPD) entstehen. Im Detail geht es um die so genannte „Abteilung 4“ der LZPD, der Landeszentrale für Einsatz- und Verkehrsangelegenheiten, sowie die Führung und Steuerung, wie auch um die Abteilung der Polizei, zuständig für die technische Einführung des Digitalfunks im Lande.
Somit werden an den Neubau der Polizei an der Schifferstraße am Innenhafen besonders hohe Anforderungen an die technische Ausstattung wie auch an die Gebäudesicherheit gestellt. Das sechs Stockwerk hohe High-Tech-Gebäude wird nur über massiv gesicherte Schleusen zu betreten sein, Die Fenster werden panzerverglast. Unter dem Haus wird eine Parkgarage entstehen. In Neuss arbeiten derzeit etwa 100 Beschäftigte. Am Standort Duisburg sind es schon 730 LZPD-Beschäftigte. Vor acht Jahren, im August 2002 war die Polizei mit ihrer „Zentrale für Polizeitechnische Dienste“ von Düsseldorf an den Duisburger Innenhafen gezogen. Mittlerweile platzt dieser Neubau aus allen Nähten, weswegen derzeit 150 Polizei-Beschäftigte bereits im benachbarten „Kontorhaus“ am Innenhafen wie im ehemaligen Staatlichen Umweltamt am Kaiserberg untergebracht worden sind.